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Politischer und persönlicher Lebenslauf

Wolfgang Wulf ist von Geburt an Oldenburger. Für die Interessen der Region und ihrer Menschen setzt er sich ein. Mit ganzem Herzem und klarem Kopf.

Wolfgang Wulf, Landtagsabgeordneter aus Oldenburg

Wolfgang Wulf wurde am 12. August 1951 in Oldenburg als fünftes Kind einer Arbeiterfamilie geboren, das hat ihn geprägt. Mehrere Onkel waren Gewerkschafter. Einer seiner Onkel war in der Weimarer Republik für die SPD kommunalpolitisch und gewerkschaftlich aktiv und wurde deswegen 1933 von den Nazis in einem Arbeitslager interniert.

Die Grundschule Heiligengeisttor an der Ehnernstraße in Oldenburg war 1958 für Wolfgang Wulf die erste schulische Station. Von 1962 an besuchte er die Realschule Auf dem Ehnern, die viele Jahre später in die Realschule im Schulzentrum an der Alexanderstraße aufging.

Das berühmte Jahr 1968 war auch für Wolfgang Wulfs politisches Engagement entscheidend. In diesem Rahmen nahm Wulf das erste Mal an einer großen Demonstration in Oldenburg teil.
 



Aber er wollte sich auch parteipolitisch engagieren und trat im gleichen Jahr im Alter von 16 Jahren der SPD bei.

Von 1968 an besuchte er das wirtschaftswissenschaftliche Gymnasium in den Städtischen Handelslehranstalten (heute BBS Haarentor). Während dieser Zeit engagierte er sich neben seiner Mitgliedschaft in der SPD auch bei den parteiunabhängigen Jungen Europäischen Föderalisten (JEF), der Jugendorganisation der Europa-Union. Dort war er stellvertretender Landesvorsitzender, wirkte im Bundesausschuss mit und sammelte so erste politische Erfahrungen. Er war in jener Zeit auch einige Jahre Mitglied im Oldenburger Vorstand der Europa-Union.

Im Mai 1971 erlangte Wolfgang Wulf sein Abitur. Danach sammelte er vier Monate lang erste konkrete berufliche Erfahrungen als "Justizaushelfer" beim Landgericht Oldenburg. Danach begann er im Oktober 1971 sein Studium. Er studierte an der damaligen Pädagogischen Hochschule in Oldenburg (ab 1973 Carl-von-Ossietzky Universität) die Fächer Deutsch, Politik und Kunst für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen.

Von Beginn seines Studiums an war Wolfgang Wulf in verschiedenen Gremien der studentischen Selbstverwaltung aktiv. 1972 trat Wolfgang Wulf dem Sozialistischen Hochschulbund (SHB) bei, der in jener Zeit die linkssozialdemokratische Organisation in der Studentenbewegung darstellte. Wolfgang Wulf war von 1973 bis 1975 stellvertretender Bundesvorsitzender des SHB und lebte in dieser Zeit wesentlich in Bonn.

An der Oldenburger Universität war Wulf von 1975 bis 1976 Sprecher des Allgemeinen Studentenausschusses (AStA) und studentisches Mitglied im Senat der Universität.

In der SPD hat Wolfgang Wulf von 1976 an zunächst im Vorstand des Oldenburger SPD-Ortsvereins Stadtmitte und von 1983 im SPD-Ortsverein Oldenburg-Süd mitgewirkt und war in beiden Ortsvereinen stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender.

Nach der 1. Staatsprüfung für das Lehramt im Jahre 1976 absolvierte er an der Grund- und Hauptschule Börgermoor im Emsland den Vorbereitungsdienst für das Lehramt. Während des Vorbereitungsdienstes für das Lehramt wurde Wolfgang Wulf im Ausbildungsseminar Papenburg zum Personalratsvorsitzenden und Betriebsgruppensprecher der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) gewählt.
Bei den Jungsozialisten in der SPD (Jusos) im Bezirk Weser-Ems wurde er 1978 Mitglied im Bezirksvorstand und vertrat den Bezirk bis 1982 als stellvertretendes Mitglied im Juso-Bundesausschuss. Dort lernte Wolfgang Wulf den damaligen Juso-Bundesvorsitzenden Gerhard Schröder kennen.

Wolfgang Wulf bestand Anfang 1979 seine 2. Staatsprüfung. Danach übernahm er im Präsidialamt der Universität Oldenburg Aufgaben im Rahmen der Gremienbetreuung, war dann wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentrum für pädagogische Berufspraxis (ZpB) und anschließend tätig in gleicher Funktion im Planungsdezernat der Universität.

Seit Beginn der 80er Jahre arbeitete Wolfgang Wulf nebenberuflich auch als Dozent in der Erwachsenenbildung vor allem im Bereich Rhetorik, Technik des wissenschaftlichen Arbeitens und Deutsch als Fremdsprache. 1983 bis 1985 war Wulf dann freiberuflich als Dozent in diesen Bereichen tätig.

1984 wurde Wolfgang Wulf das erste Mal in den Unterbezirksvorstand (UBV) der Oldenburger SPD gewählt und wurde auch beratendes Mitglied der SPD-Ratsfraktion.

Von 1985 bis 1986 war Wolfgang Wulf hauptberuflich Pädagogischer Mitarbeiter an der Volkshochschule Oldenburg. Von 1987 bis 1989 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem Forschungsprojekt zur Aufarbeitung der Geschichte der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen am Wolfgang-Schulenberg-Institut für Erwachsenenbildung und Bildungsforschung der Universität Oldenburg. Dazu liegen mehrere Veröffentlichungen von Wolfgang Wulf vor.

1989 schloss er ein Zweitstudium mit der akademischen Prüfung zum Diplom-Pädagogen ab.

1990 hat ihn der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Niedersachsen damit beauftragt, im südlichen Bereich des neuen Landes Sachsen-Anhalt die DGB-Bildungsarbeit aufzubauen. So wurde er Leiter der Geschäftsstelle Halle (Saale) für die Bildungsvereinigung Arbeit und Leben - Studieneinrichtung des DGB. Im Rahmen dieser Tätigkeit hat er bis zu seiner Nominierung zum Landtagskandidaten der Oldenburger SPD vor allem Bildungsarbeit im Bereich der beruflichen Bildung organisiert.

Im Mai 1993 wurde Wolfgang Wulf von der Oldenburger SPD zum Landtagskandidaten für den Wahlkreis 74 (Oldenburg-Süd) aufgestellt und im Frühjahr 1994 zum ersten Mal direkt in den Landtag gewählt. Im gleichen Jahr wurde er stellvertretender Vorsitzender der Oldenburger SPD.

Wolfgang Wulf wurde in seiner ersten Legislaturperiode Mitglied im Kultusausschuss und im Ausschuss für Wissenschaft und Kultur des Niedersächsischen Landtags. Diesem Ausschuss gehört er seitdem ununterbrochen an.

Die SPD-Landtagsfraktion benannte ihn 1994 zum stellvertretenden wissenschaftspolitischen Sprecher, diese Funktion nahm er von 1994 bis April 2001 und erneut von März 2003 bis Oktober 2005 wahr.

Neben der Bildungspolitik ist sein weiterer politischer Schwerpunkt im Landtag die Regionalplanung im Bereich Oldenburg/Bremen. Deswegen ist er auch intensiv in der Metropolregion Bremen/Oldenburg im Nordwesten engagiert.

1998 wurde Wolfgang Wulf zum zweiten Mal direkt in den Landtag gewählt. Neben den bisherigen Funktionen wurde er von 1998 bis 2001 als Schriftführer Mitglied im Präsidium des Landtags. 1998 übernahm er auch die Funktion des erwachsenenbildungspolitischen Sprechers der SPD-Fraktion, die er bis jetzt innehat.

Im Februar 2001 wählte der Parteitag der Oldenburger SPD Wolfgang Wulf als Nachfolger von Dietmar Schütz zum Vorsitzenden des SPD-Unterbezirks Oldenburg-Stadt. Diese Funktion nahm Wulf dann acht Jahre bis zum April 2009 wahr.

Von April 2001 bis zum Februar 2003 hatte Wolfgang Wulf die Aufgabe des schulpolitischen Sprechers der SPD-Landtagsfraktion.

2002 hat ihn die Oldenburger SPD zum dritten Mal als Landtagskandidaten nominiert. Wolfgang Wulf wurde im Februar 2003 über die Landesliste in den Landtag gewählt.

Am 10. Mai 2003 hat ihn die Oldenburger SPD auf ihrem Parteitag wieder zum SPD-Unterbezirksvorsitzenden gewählt. Und am 17. Mai 2003 wurde Wolfgang Wulf auf dem Parteitag des SPD-Landesverbandes Niedersachsen als Beisitzer in den SPD-Landesvorstand gewählt. Diese Funktion nahm er bis zum Landesparteitag im November 2005 wahr.

Im Oktober 2004 wurde Wolfgang Wulf vom SPD-Landesvorstand damit beauftragt, die Projektgruppe "Zukunft der Bildung" zu leiten. Diese Projektgruppe hatte den Auftrag, ein neues Bildungsprogramm für die niedersächsische SPD zu entwickeln, das die sozialdemokratischen Zielvorstellungen für alle Bereiche der Bildungspolitik beschreibt. Nach einem intensiven öffentlichen Diskussionsprozess wurde es auf einem Landesparteitag am 10. Juni 2006 einstimmig verabschiedet. Verantwortlich für diesen ganzen Prozess war Wolfgang Wulf.

Im Mai 2005 wurde Wolfgang Wulf von der Oldenburger SPD in seiner Funktion als Unterbezirksvorsitzender wiedergewählt und im Dezember 2005 wurde er als bildungspolitscher Sprecher der niedersächsischen SPD im Dezember 2005 in den SPD-Landesvorstand kooptiert. Diese Aufgabe nahm er bis zur Neuwahl des Vorstands im Frühjahr 2008 wahr.

Am 23. Februar 2007 wurde Wolfgang Wulf zum vierten Mal von der Oldenburger SPD als Landtagskandidat aufgestellt. Die Wahlkreiskonferenz für den Wahlkreis 62 (Oldenburg-Stadtmitte/Stadtsüden) hatte ihn mit über 80 Prozent der Delegiertenstimmen als Landtagskandidaten nominiert.

Außerdem wurde er am 21. April 2007 von der Oldenburger SPD auf ihrem Parteitag zum vierten Mal hintereinander zum Unterbezirksvorsitzenden gewählt. Diese Funktion gab er zwei Jahre später auf dem Unterbezirksparteitag der Oldenburger SPD im April 2009 an die Bundestagsabgeordnete Gesine Multhaupt weiter.

Am 27. Januar 2008 hat Wolfgang Wulf den Wahlkreis 62 (Oldenburg Mitte/Süd) wieder direkt für die SPD gewonnen und zog zum vierten Mal in den Niedersächischen Landtag ein.

In dieser Periode ist Wulf erneut Mitglied des Ausschusses für Wissenschaft und Kultur. Die SPD-Landtagsfraktion nominierte ihn für das Amt des Vorsitzenden des Wissenschaftsauschusses. Diese Funktion nimmt Wolfgang Wulf jetzt ebenso wahr wie weiterhin die Aufgabe des erschwachsenenbildungspolitischen Sprechers der Landtagsfraktion.

Wolfgang Wulf ist darüber hinaus jetzt auch Mitglied im Ausschuss für Bundes- und Europaangelegenheiten und Medien.

Wolfgang Wulf ist Mitglied der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Im April 2003 wurde er von der Bezirkskonferenz der AWO in den Bezirksvorstand der AWO Weser-Ems gewählt. Im Juni 2007 und erneut im Januar 2012 wurde er in diesem Amt von der AWO-Bezirkskonferenz für jeweils vier weitere Jahre bestätigt. Er ist ebenfalls Mitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

In seiner Funktion als Abgeordneter ist Wolfgang Wulf tätig im Parlamentarischen Beirat der Metropolregion Bremen/Oldenburg im Nordwesten, im Beirat der Volkshochschule Oldenburg, im Beirat des Lokalsenders O1, im Beirat der Landesbibliothek und im Beirat des Fördervereins Horst-Janssen-Museum Oldenburg.

Wolfgang Wulf ist seit 1982 verheiratet mit Sybille Wulf, geb. Breitzke. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: der im September 2000 verstorbene Sohn, Florian Wulf, und Tochter Julia Wulf, heute Werbekauffrau in Hamburg.



 
 

 
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